Fruchtbarkeit erhöhen, steigern oder verbessern

Wie Männer und Frauen die Fruchtbarkeit beeinflussen können

Fruchtbarkeit des Mannes erhöhen

Die Fruchtbarkeit des Mannes kann durch zahlreiche Faktoren beeinträchtigt werden. In vielen Fällen wird dies nicht sofort bemerkt, da die Sexualität nicht gleichzeitig darunter leiden muss. Doch spätestens bei Kinderwunsch und einer ausbleibenden Schwangerschaft der Partnerin, wird die Fruchtbarkeit des Mannes ein Thema. Neben allgemeinen Informationen zu diesem Thema findet man hier vor allem Tipps, um die Fruchtbarkeit auf natürliche Weise zu erhöhen.

Was die Fruchtbarkeit einschränken kann

Die Fertilität kann durch Faktoren wie Hormone, Nährstoffmangel, Drogenkonsum oder auch körperliche Beeinträchtigungen gestört sein. Somit gibt es Gründe, welche die Lebensweise betreffen und Gründe, welche die Gesundheit und die Körperfunktionen betreffen.

Spermienqualität

Bei einem Mann liegt die mangelnde Fruchtbarkeit häufig an einer gestörten Samenproduktion. Die Ursachen dafür können wiederum vielfältig sein. In den häufigsten Fällen äußert sich eine gestörte Samenproduktion durch unbewegliche oder deformierte Spermien. Doch auch zu geringe Mengen von Samenzellen im Ejakulat erschweren eine Befruchtung. Der Hormonhaushalt, speziell das Testosteron, steuert hauptsächlich die Spermienproduktion in den Hoden, aber auch andere körperliche Vorgänge. Demnach können beispielsweise Medikamente, Schlafmangel, gewisse Krankheiten und andere Faktoren, welche das Hormongleichgewicht im Allgemeinen stören, auch die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen.

Frühzeitige Maßnahmen

Ein erster Schritt zur Steigerung der Fruchtbarkeit besteht häufig in der Verbesserung des Lebensstils und der Fitness. Bei den natürlichen Maßnahmen sollte der Mann jedoch beachten, rechtzeitig vor der aktiven Phase der Kinderplanung zu beginnen. So benötigt der Körper – etwa bei einer Ernährungsumstellung – einige Wochen Zeit, um dadurch auch die Fruchtbarkeit positiv zu beeinflussen. Wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, dann kann ein Facharzt um Rat gefragt werden.

Die Fruchtbarkeit beim Mann natürlich erhöhen

Für eine gesunde Fertilität kann der Mann viel tun. Bereits kleine Veränderungen des Lebensstils und den Gewohnheiten können den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Dazu gehört nicht nur der Verzicht auf bestimmte Genussmittel etwa, sondern auch eine stressfreie und glückliche Zeit mit der Partnerin. Die folgenden Maßnahmen können vor allem als Empfehlungen und weniger als Dogmen gesehen werden. Die Kinderwunschphase sollte schließlich nicht von Erwartungsdruck, Disziplin und Stress getrübt werden. Eine Steigerung der Fruchtbarkeit sollte vielmehr Körper und Psyche gut tun, da sich der Mann intensiv mit sich beschäftigen kann.

Allgemeine Tipps zum Fruchtbarkeit erhöhen

Neben den wichtigen Bereichen der Ernährung, der Bewegungn und dem Verzicht auf Drogenkonsum, können auch einige allgemeine Tipps helfen. Für die Samenproduktion kann häufiger Sex beispielsweise positiv sein. Durch eine regelmäßige Ejakulation werden vermehrt neue Samen produziert, die in ihrer Beweglichkeit und Form den “älteren” Samen überlegen sein können. So muss die gemeinsam Zeit nicht ausschließlich auf die fruchtbaren Tage beschränkt werden – im Gegenteil.

Doch auch einengende Kleidung im Intimbereich, sowie zu hohe oder niedrige Körpertemperaturen können die Spermaproduktion in den Hoden beeinträchtigen. Eine normale Körpertemperatur mit bequemer und lockerer Kleidung ist ideal. Dies bedeutet, häufige Saunagänge sollten ebenso vermieden werden, wie ständiges Frieren.

Die gesunde Ernährung

Bewusst essen

Eine gesunde und bewusste Ernährung beeinflusst viele Bereiche des Lebens. Die Verdauung wird entlastet und gestärkt, wodurch sich der Körper vitaler und stärker fühlen kann. Die Haut, innere Organe und der Hormonhaushalt werden nicht durch schädliche oder künstliche Nahrungsbestandteile belastet. Das alles wirkt sich auch auf die Fruchtbarkeit und die Potenz aus.

Zu einer bewussten Ernährung gehören vor allem natürliche Lebensmittel ohne viele Zusatzstoffe oder zu starke Verarbeitung. Rezepte mit den Grundnahrungsmitteln, wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Nüsse und Hülsenfrüchte, versorgen den Organismus mit Vitaminen und Mineralstoffen. Natürlich soll das Essen auch weiterhin geschmackvoll sein und Freude machen, daher sind Diäten oder strenge Enthaltsamkeit ein unnötig beschwerlicher Weg. Eine Ernährungsumstellung mit gelegentlichen Snacks ist die erfolgsversprechendere Alternative.

Förderliche Nahrungsergänzung

Der Mann benötigt für eine gesunde Fruchtbarkeit vor allem die Spurenelemente Zink und Selen. Sie erfüllen wichtige Aufgaben bei der Produktion von Spermien und schützen die Körperzellen vor freien Radikalen. Bei vielen Männer wird der tägliche Bedarf über die Ernährung jedoch nicht ausreichend gedeckt. So nehmen laut der Nationalen Verzehrstudie II rund ein Drittel der Männer in Deutschland nicht genug dieser Spurenlemente auf. Zink und Selen befinden sich vor allem in Fisch, sowie in Samen und Nüssen.

Alternativ können diese und andere Nährstoffe auch in Form von Nahrungsergänzungsmittel zur täglichen Ernährung eingenommen werden. Hier empfiehlt es sich, die vorgegebene Einnahmemenge zu beachten, da einige Nährstoffe auch überdosiert werden können. Männer mit Erkrankungen des Stoffwechsels können vorsichtshalber auch ihren Arzt fragen.

Der gesunde Lebensstil

Sport

Sport und regelmäßige Bewegung sind dem Kreislauf und der Potenz ebenfalls dienlich. Gerade Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren bringt den Stoffwechsel in Schwung und regt die Fettverbrennung an. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass zu viel Körperfett den Hormonhaushalt durcheinander bringen kann und somit auch die Samenproduktion stört. Wer es hingegen mit dem Sport übertreibt und seinen Körper regelmäßig zur Erschöpfung bringt, der beeinflusst das Hormongleichgewicht diesbezüglich ebenfalls. Zu intensiver Sport kann die Fertilität beim Mann herabsetzen, da der Körper seine Energiereserven ständig verbraucht. Die leichte sportliche Tätigkeit sollte daher einem gesunden Körpergewicht, sowie mehr Ausdauer und Vitalität dienen.

Stress reduzieren

Wenn man sich gestresst fühlt, dann wird meist auch der Körper belastet. Stress äußert sich häufig durch eine vermehrte Ausschüttung von Adrenalin (Stresshormon), welches auf Dauer negative Einflüsse auf das gesamte Wohlbefinden haben kann. Wer häufig unter Stress steht, der kann beispielsweise unter Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und innerer Unruhe leiden. Egal ob beruflicher oder privater Stress – die gesamte Persönlichkeit und der Gesundheitszustand können dadurch beeinträchtigt werden. Stress und Fruchtbarkeit können zusammenhängen. So kann die Sexualität selbst, etwa die Lust auf Sex oder gar die Potenz, in solch einer Zeit stark nachlassen. Diese Hormonschwankungen können letztlich auch die Spermienproduktion verringern.

Eine komplette Vermeidung von Stress ist häufig nicht möglich. Betroffene Männer sollten in der Kinderwunschphase jedoch nach einem Ausgleich suchen. Sport kann beispielsweise die überschüssige Energie freisetzen, Hobbys können wiederum für innere Ruhe und Zufriedenheit sorgen. Der Mann darf in dieser Zeit auch mal an sich denken, denn die Kinderplanung (gerade bei Schwierigkeit mit der Fruchtbarkeit) kann ihn zusätzlich unter Druck setzen. Gemeinsame Aktivitäten mit der Partnerin können ebenfalls Harmonie und Ausgleich in den Alltag bringen.

Genussmittel reduzieren

Genussmittel mit einer starken Wirkung auf den Körper, sowie sämtliche Drogen, können die Fruchtbarkeit auf mehrfache Weise stören. Sie können nicht nur die Potenz des Mannes verringern, sondern auch die Bildung von Sperma verschlechtern. Insbesondere starker Alkoholkonsum, häufiger Tabakkonsum, sowie Drogen (Cannabis und dergleichen) können sich negativ auf die Lust auswirken oder zu missgebildeten Samenzellen führen. Je nach Konsum dieser Rausch- und Genussmittel kann die Fruchtbarkeit des Mannes dadurch stark herabgesetzt werden. Zudem besteht eine weitere Gefahr: Selbst bei erfolgreicher Befruchtung können durch Rauschmittel veränderte Spermien das Erbgut schädigen und damit auch das heranwachsende Kind.

Dennoch ohne Erfolg? Fragen Sie Ihren Arzt

Eine verringerte Fruchtbarkeit lässt sich in vielen Fällen bereits durch natürliche Maßnahmen wie die Ernährungsumstellung oder die Reduzierung von Übergewicht wieder steigern. Falls das Paar nach einigen Monaten dennoch ohne Erfolg bleibt, kann der Gang zum Facharzt weitere Aufschlüsse geben. Bei unerfülltem Kinderwunsch liegt die Ursache zu 40 Prozent beim Mann. Auch wenn der Weg zum Arzt zunächst für Bedenken sorgt, so sollte der Mann die Testergebnisse in Ruhe abwarten.

Ein Urologe kann abklären, ob die Ursachen für die ausbleibende Schwangerschaft etwa an hormonellen Störungen oder körperlichen Erkrankungen liegen. Jeder kann so seine eigene Fruchtbarkeit testen lassen. Dazu wird als erster Schritt für gewöhnlich das Sperma untersucht. Der Besuch beim Facharzt kann zudem klären, ob bei dem Mann überhaupt eine gestörte Fruchtbarkeit vorliegt und diese dann mit entsprechenden Maßnahmen behandeln.